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Vitamin D Prophylaxe

Empfehlungen zur Kostenübernahme

Einige Versicherer lehnen die Kostenübernahme für prophylaktisches Vitamin D bis zum Alter von drei Jahren ab.

Gemäss den gültigen Empfehlungen des BAG von 2012, «Vitamin-D-Mangel: wissenschaftliche Erkenntnisse, Sicherheit und Empfehlungen für die Schweizer Bevölkerung», erreichen «mit einer täglichen Zufuhr von 400 bis 600 IE bei Kindern und Jugendlichen mehr als 97% den erforderlichen Vitamin-D-Schwellenwert von 50 nmol/l». Speziell für Kinder empfiehlt das BAG, sich an die europäischen Empfehlungen zu halten. Die SFP (Société Française de Pédiatrie) empfiehlt im Jahr 2022 eine tägliche Supplementierung von 400-800 IE Vitamin D für alle Kinder ohne Risikofaktoren bis zum Alter von 18 Jahren. Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung empfahl 2022 eine Supplementierung bis zum Alter von drei Jahren bei unzureichender Sonneneinstrahlung, was in der gesamten Schweiz während des ganzen Jahres bei kleinen Kindern und in den Wintermonaten bei älteren Kindern weitgehend der Fall ist. Pragmatischer empfiehlt pädiatrie schweiz eine Supplementierung für alle Kinder bis zum Alter von drei Jahren, da sie nicht ausreichend der Sonne ausgesetzt sind und somit eine Risikogruppe darstellen (Prof. Dr. med. Dagmar Haller, Pediatrica 2012).

Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit zur Vitamin-D-Versorgung in der Schweiz – was bedeuten sie für den Pädiater?

Leider gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen den Schweizer Empfehlungen, nach denen Vitamin D zur Vorbeugung von Rachitis bis zum Alter von drei Jahren verabreicht werden soll, und den europäischen Empfehlungen, die eine Ausweitung dieser Supplementierung im Winter auf alle Kinder und Jugendlichen bis zum Alter von 18 Jahren vorsehen. Wie aus der Spezialitätenliste (SL) für die verschiedenen Vitamin-D-Präparate seit 2026 hervorgeht, wird letztlich nur Folgendes über das KVG übernommen: «Prophylaxe von Rachitis im ersten Lebensjahr, Behandlung von Rachitis oder Osteomalazie bei Kindern und Erwachsenen, Behandlung eines nachgewiesenen schweren Vitamin-D-Mangels (Serumkonzentration von 25-Hydroxycholecalciferol < 25 nmol/l oder < 10 ng/ml).»

Dr. Laure Ziegler
Tarifdelegierte von pädiatrie schweiz