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Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit zur Vitamin-D-Versorgung in der Schweiz – was bedeuten sie für den Pädiater?

Die Schweizer Pädiater sind zunehmend mit klinisch manifestem Vitamin-D-Mangel konfrontiert, da die bisher geltenden Empfehlungen gerade in Risikogruppen ungenügend umgesetzt werden, die Zahl der
dunkelhäutigen oder verschleierten Zuwanderer in den letzten Jahren anstieg und viele Jugendliche in der Schweiz praktisch keine Freiluftaktivitäten mehr ausüben. Dabei zeigt sich der Vitamin-D-Mangel bei Säuglingen und Kleinkindern als Rachitis, Wachstumsstörung, Abwehrschwäche und Muskelhypotonie und bei Adoleszenten an Muskel-/Beinschmerzen bzw. Gelenksproblemen oder Müdigkeit. Negative Effekte eines Vitamin-D-Mangels auch im Kindesalter auf Knochendichte, Diabetesrisiko und kardio-metabolische Funktion wurden beschrieben. Auf der anderen Seite sind die dermatologischen Empfehlungen zu berücksichtigen, den Aufenthalt in der Sonne zu meiden, um das Risiko von Basaliomen und Melanomen zu reduzieren. In diesem Spannungsfeld hat das BAG am 20.6.2012 Empfehlungen erlassen, die für den Pädiater wichtig sind.

Weitere Informationen

Autoren/Autorinnen
Dagmar l’Allemand, Pädiatrische Endokrinologie/Diabetologie

Prof. Dr. med. Thomas J. Neuhaus, Luzerner Kantonsspital/Kinderspital, Luzern

Marco Janner

Prof. Dr. med. Christian P. Braegger, Abteilung Gastroenterologie und Ernährung, Universitäts-Kinderspital Zürich - Eleonorenstiftung

Dr. med. Josef Laimbacher, Ostschweizer Kinderspital, St. Gallen