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Mangelernährung beim hospitalisierten Kind in der Schweiz

Malnutrition oder Mangelernährung kann als Ernährungszustand bezeichnet werden, bei dem ein Mangel oder ein Exzess an Energie, Protein und weiteren Nährstoffen zu messbaren ungünstigen Effekten an Körperform und -funktion führt und das klinische Outcome beeinflusst. Der Begriff Fehl- bzw. Mangelernährung beinhaltet somit sowohl die Unterernährung als auch die Überernährung. In den folgenden Ausführungen wird aber primär auf Malnutrition als «Protein-Energie-Mangelernährung» eingegangen. Die Definition dieser Mangelernährung beim Kind berücksichtigt verschiedene Aspekte, insbesondere werden von der WHO zwischen «acute undernutrition» (wasting – weight for heigth < –2SD/z-Score) und «chronic undernutrition» (stunting – heigth for age < –2 SD) unterschieden (siehe auch Tabelle 1). Die empfohlenen Messparameter zur Quantifizierung der ME sind die z–Score (bzw. Standardabweichungen) für «Gewicht für Länge», die «BMI-Perzentile» oder die «Länge für Alter». Stehen 2 Variablen über den Zeitverlauf zur Verfügung, kann die Gewichtszunahme (Alter < 2 Jahre), der Gewichtsverlust (2–20 Jahre), die Dezeleration des Wachstumsverlaufs (z- Score) und eine ungenügende Nahrungszufuhr zur Objektivierung hinzugezogen werden.

Weitere Informationen

Autoren/Autorinnen
Dr. med. Johannes Spalinger, Pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung Universitätskinderklinik Bern / Pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung, Kinderspital, Luzerner Kantonsspital, Luzern

Marc Sidler

Dr. med. Pascal Müller, Ostschweizer Kinderspital, St. Gallen