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Weiterbildungskommission

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Jahresbericht 2019

Christoph Rudin

Wie gewohnt hat die WBK der SGP auch im vergangenen Jahr zweimal getagt, nämlich am 19.3. und am 19.11.2019.

Mitglieder der Weiterbildungskommission (Stand 31.12.19) und ihre Aufgaben

  • Christoph Rudin, Basel, Präsident, Vertretung SGP im Vorstand des SIWF
  • Mathias Gebauer, Biel
  • Alexandra Jäggi, Fribourg
  • Vertretung der AerztInnen in Weiterbildung (vormals Bettina Henzi, Bern): derzeit vakant
  • Remo Minder, Zürich
  • Cosette Pharisa, Fribourg
  • Oskar Jenni, Zürich, Verantwortlicher SGP der Visitationen-Audits der WBS
  • Martine Bideau, Onex
  • Andrea Duppenthaler, Bern, Vertretung SGP in der Titelkommission
  • Daniel Trachsel, Basel, Vertretung SGP in der Kommission der WBS
  • Johannes Wildhaber, Fribourg, Verantwortlicher für die Facharztprüfungen für Kinder-
       und Jugendmedizin
  • François Cachat, Vevey, Vertreter der Romandie
  • Helena Gerritsma Schirlo, Aarau, Vertreterin der Kinderärzte Schweiz

Allgemeines

Im vergangenen Jahr gab es lediglich einen Abgang aus der WBK zu beklagen. Er betraf die Assistentenvertreterin Bettina Henzi, der wir für Ihren Einsatz herzlich danken. Leider ist diese Vertretung im Moment noch vakant, aber wir hoffen, dass die AssistentInnen bald wieder in der WBK vertreten sein werden. Erfreulicherweise konnte im vergangenen Jahr ein lange gehegter Wunsch der WBK realisiert werden. An unserer Herbstsitzung durften wir erstmals als Vertreterin der Kinderärzte Schweiz deren Vizepräsidentin, Fr. Dr. Helena Geritsma, in unserer Kommission willkommen heissen.

Seit vergangenem Jahr existiert neu ein offizielles schriftliches Mandat des Vorstandes der SGP für die WBK, in welchem deren Pflichten und Aufgaben formell festgehalten sind. Damit haben sich für die Tätigkeit der WBK keine Aenderungen ergeben.

Aktivitäten

Im Zentrum der Frühjahressitzung stand eine Anpassung der Weiterbildungsprogramme der SGP und der Neuropädiatrie. Die Weiterbildung zum Neuropädiater dauert ja ein Jahr länger als diejenige aller anderen Schwerpunkt-Weiterbildungen und viele KollegInnen entscheiden sich erst im Verlaufe ihrer Weiterbildung für das Fach Neuropädiatrie, was dann dazu führen kann, dass sie nur ein Jahr der Weiterbildung zum Kinder- und Jugendmediziner an den Facharzt Neuropädiatrie anrechnen können. Dies verlängert die gesamte Weiterbildungsdauer bis zum Facharzt Neuropädiatrie dann auf acht Jahre. Ueblicherweise dauert sonst eine Weiterbildung bis zu einem Schwerpunkt-Fachararzt ‚nur‘ sieben Jahre. Es bestand deshalb der Wunsch, dass anstelle eines optionalen Jahres in Erwachsenen-Neurologie ein zweites während der Weiterbildung zum Facharzt Kinder- und Jugendmedizin absolviertes Neuropädiatrie-Jahr an den Facharzt Neuropädiatrie angerechnet werden kann. Diesem Wunsch wurde stattgegeben und die beiden WBP wurden im Verlaufe des Jahres entsprechend angepasst. Ein ebenfalls eingegangener Antrag der Erwachsenen-Neurologen, wonach schon zu Beginn der Weiterbildung, also ohne vorherige Basisweiterbildung in Kinder- und Jugendmedizin, ein Neuropädiatrie-Jahr anrechenbar werden sollte, wurde von der WBK zurückgewiesen, weil dies eine Abkehr vom Grundsatz bedeutet hätte, dass vor jeder Schwerpunktweiterbildung in einem pädiatrischen Fach stets eine Basisweiterbildung von zwei Jahren absolviert worden sein muss.

Im Weiteren hat sich die WBK im vergangenen Jahr weiterhin mit der Qualitätssicherung in den Lernpraxen auseinandergesetzt. Schon im Vorjahr war ja eine Arbeitsgruppe der WBK unter der Leitung von Alexandra Jäggi zu diesem Thema eingesetzt worden. Inzwischen sitzt nun mit Dominique Gut ein Qualitätsverantwortlicher im Vorstand der SGP, der sich ebenfalls intensiv mit diesem Bedürfnis auseinandersetzt.

An der Herbstsitzung hat Cosette Pharisa erste Resultate der zweiten Arbeitsgruppe der WBK vorgestellt, die den Lernzielkatalog unseres Weiterbildungsprogrammes unter Berücksichtigung des EPA-Konzeptes (entrustable professional activities – als Beispiel (aus den USA) siehe auch https://www.abp.org/entrustable-professional-activities-epas) erneuern möchte. Diese Arbeiten sind im Berichtsjahr weiter vorangekommen und dauern an.

Schliesslich haben sich der Vorstand der SGP und die WBK mit der Frage auseinandergesetzt, ob an den obligatorischen Weiterbildungskursen festgehalten werden soll oder nicht. Diese grenzen uns als Spezialisten für Kinder und Jugendliche von den Allgemein-Medizinern ab. V.a. die Neonatologen tun sich allerdings schwer damit, solche Kurse zu definieren, anzubieten und durchzuführen, weil sie meinen, die entsprechenden Inhalte ohnehin im Rahmen der Rotation von Weiterzubildenden auf die Neonatologien zu vermitteln. Im Rahmen eines Weiterbildungskurses sollten allerdings v.a. praxisrelevante Themen für den Allgemeinpädiater vermittelt werden (z.B. Stillberatung). In diesem Jahr sollen nun auch von den Neonatologen entsprechende Kurse definiert und standardisiert werden.

In diesem Jahr steht eine weitere Revision unseres WBP an. Praxisweiterbildung soll dabei schon im Rahmen der Basisweiterbildung möglich werden. Ausserdem soll der Begriff der Weiterbildungsstätten besser definiert werden. Es sollte sich dabei um Institutionen mit mehrtägiger stationärer Betreuung von Kindern unterschiedlicher Altersklassen handeln. Schliesslich überlegt sich die WBK, ähnlich wie andere Fachgesellschaften, eine Teilnahme an zwei Jahrestagungen der Fachgesellschaft und eine Präsentation eines Posters oder Vortrages an einer dieser Veranstaltungen als obligatorisch zu erklären. Gewünscht wäre auch eine obligatorische Weiterbildung von mindestens 6 Monaten in der Praxis. Allerdings fehlen dafür sowohl die Plätze, als auch die Finanzierung. Dieses Anliegen muss wohl noch zurückgestellt werden.

Das Präsidium der WBK bereitet mir weiterhin grosse Freude, und ich möchte mich bei allen Mitgliedern der Kommission für ihr grosses Engagement für die Weiterbildung in unserem schönen Fach herzlich bedanken. Im Namen der gesamten WBK bedanke ich mich beim Sekretariat und Vorstand der SGP und beim SIWF für die stets sehr wohlwollende Zusammenarbeit und Unterstützung. Natürlich sind wir auch weiterhin immer offen und dankbar für Anregungen und Ideen, die an uns herangetragen werden.