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Schweizerische Interessengruppe für Integrative Pädiatrie (SIGIP)

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Jahresbericht 2019

Benedikt Huber

Benedikt M. Huber, Freiburg, Mercedes Ogal, Brunnen, Oswald Hasselmann, St. Gallen, Tido von Schoen-Angerer, Genf

Die Schweizerische Interessengruppe für Integrative Pädiatrie (englisch: Swiss Interest Group for Integrative Paediatrics) konnte im vergangenen Jahr ihre Aktivitäten fortsetzen und erfreute sich über einen weiteren Zuwachs an Pädiatern mit Interesse an Komplementärmedizin und integrativer Pädiatrie.

Letzteres wiederspiegelt auch die Ergebnisse der 2019 publizierten Umfrage zur Komplementärmedizin bei Kinderärzten in der Schweiz, an deren Planung und Koordination Vertreter der SIGIP federführend beteiligt waren (1).

Es sei an dieser Stelle erneut darauf hingewiesen, dass grundsätzlich alle in der Schweiz tätigen Kinder- und Jugendärzte, die sich im Sinne der integrativen Medizin für eine Erweiterung der konventionellen Behandlungsmethoden durch komplementäre Therapien interessieren, bei der SIGIP herzlich willkommen sind, unabhängig davon, ob eine spezifische komplementärmedizinische Weiterbildung absolviert wurde oder nicht.

Bei den halbjährlichen Arbeitstreffen in Olten werden strategische Themen, medizinische Fragestellungen und persönliche Anliegen der Mitglieder behandelt.

Neu veranstaltet die SIGIP im Anschluss an diese Arbeitstreffen auch Fortbildungen zu verschiedenen Themen aus den Bereichen Komplementärmedizin und integrative Pädiatrie.

Die erste derartige Fortbildung fand am 22.08.2019 zum Thema „Phytotherapie bei Mittelohrentzündung“ statt mit der Kinderärztin Nathalie Burger aus Genf als Referentin.

Beim ersten Treffen 2020 am 26.3.2020 geht es um das Thema «Autismus» mit vier verschiedenen Kurzreferaten. Diese Fortbildungen richten sich offen an alle interessierten Pädiater und sollen ab 2020 von der SGP als pädiatrische Kernfortbildungen anerkannt werden.

Die SIGIP möchte damit unter anderem auf das in der Umfrage (1) geäusserte grosse Interesse an Fortbildungen zu komplementärmedizinischen Themen in der Pädiatrie eingehen und ein zusätzliches Angebot schaffen.

Zahlreiche Mitglieder der SIGIP sind direkt oder indirekt an der Organisation des SGP-Kongresses 2020 in Fribourg zum Thema „integrative Pädiatrie“ beteiligt (www.bbscongress.ch/2020/sgp-2020/).

Es konnte ein vielfältiges Programm im Sinne des Mottos „building bridges between conventional and complementary medicine“ zusammengestellt werden, welches sich sowohl an Praxispädiater als auch an pädiatrische Spezialisten und Forscher richtet. Bereits im Vorfeld hat das innovative Tagungsthema über die Schweizer Grenzen hinaus grosses Interesse in der pädiatrischen Fachwelt geweckt.

Im Jahr 2019 ging die teilweise noch im Aufbau befindliche Homepage der SIGIP online (www.sigip.org). Sie trägt zur Sichtbarkeit der Interessengruppe bei und soll den Informationsaustausch sowie die nationale und internationale Vernetzung fördern. Bei der Erarbeitung von Informationsmaterialien stand das Thema Fieber an erster Stelle. Es wurde ein Informationsblatt (Flyer) erstellt mit allgemeinen Empfehlungen zum Umgang mit Fieber. Dies wird ergänzt durch Hinweise zur Behandlung von Fieber-assoziierten Symptomen aus Sicht der anthroposophischen Medizin.

Kontakt

Bei Interesse oder Fragen kann die SIGIP per email kontaktiert werden: integrativepaediatrie@gmail.com

Referenzen

  1. Huber BM, von Schoen-Angerer T, Hasselmann O, Wildhaber J, Wolf U. Swiss paediatrician survey on complementary medicine. Swiss Med Wkly 2019;149:w20091

Korrespondenzadresse 

Dr. med. Benedikt M. Huber
Zentrum für integrative Pädiatrie
Klinik für Pädiatrie
HFR Fribourg – Kantonsspital
Chemin des Pensionnats 2-6
1708 Fribourg
Tél. 026 306 35 12
benedikt.huber@h-fr.ch