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Pädiatrische Onkologie-Hämatologie

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Jahresbericht 2019

Katrin Scheinemann

Medizinische Gesellschaft
Schweizerische Pädiatrische Onkologie Gruppe (SPOG)

Dr. med. Katrin Scheinemann, Präsidentin SPOG seit 1.1.2020

Kontakt der Geschäftsleitung
Isabelle Lamontagne-Müller
SPOG Coordinating Center
Effingerstrasse 33
3008 Bern
Tel: 031 389 91 89
Isabelle.lamontagne-mueller@spog.ch
www.spog.ch

Vorstand 2019
Präsident
Prof. Dr. med. Roland A. Ammann, Bern
Vize-Präsident
Prof. Dr. med. Michael Grotzer, Zürich
Past-Präsident
Prof. Dr. med. Felix Niggli, Zürich
Beisitzer
Prof. Dr. med. Maja Beck Popovic, Lausanne
Dr. Heinz Hengartner, St. Gallen

Mitglieder
Die Kinderonkologie-Abteilungen der Universitätskliniken Basel, Bern, Genf, Lausanne und Zürich sowie der Kantonsspitäler Aarau, Bellinzona, Luzern und des Ostschweizer Kinderspitals in St. Gallen sind Mitglieder der SPOG. Weitere Mitglieder sind das Schweizerische Kinderkrebsregister SKKR, sowie VertreterInnen der Kinderchirurgie, der Radio-Onkologie, der Pathologie und der Clinical Research Coordinators (früher „Datamanagerinnen“).

Schwerpunktfachprüfung Pädiatrische Onkologie-Hämatologie
Die Schwerpunktfachprüfungen finden einmal pro Jahr jeweils im Herbst statt, auf Deutsch und auf Französisch. Über die definitiven Daten und Durchführungsorte wird zu gegebener Zeit informiert. Im Jahr 2019 haben drei KandidatInnen diese Prüfungen bestanden.

Prioritäre Tätigkeiten
Klinische Forschung
Die wichtigste Aufgabe der SPOG ist die Durchführung von klinischen Therapiestudien. Der ausserordentliche Erfolg der letzten Jahrzehnte in der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit einer Krebserkrankung beruht auf der langjährigen Tradition der klinischen Forschung. So geht die Behandlung betroffener Kinder und Jugendlicher in einer klinischen Studie mit besseren Resultaten, mehr Sicherheit, höheren Qualitätskontrollen und einem systematischen Erkenntnisgewinn einher. Glücklicherweise sind Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen mit über 300 neu auftretenden Fällen (ca. 250 Fälle < 14 Jahre) pro Jahr selten. Aus diesem Grund ist eine gute Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen der SPOG und anderen, internationalen Forschungsgruppen unabdingbar. Nur so können aussagekräftige Studien durchgeführt und ein relevanter Erkenntnisgewinn erzielt werden.
Die SPOG übernimmt im Rahmen der Teilnahme an internationalen Studien jeweils die Rolle als Vertreterin des internationalen Sponsors zur Studiendurchführung in der Schweiz und damit die entsprechenden Sponsorpflichten gemäss Good Clinical Practice (GCP).
Das zentrale SPOG Coordinating Center erledigt alle anfallenden Vorbereitungen, um Studien in der Schweiz zu eröffnen. Auch weitere regulatorische, administrative und qualitätssichernde Massnahmen werden von den Mitarbeitenden des SPOG Coordinating Centers im Laufe des ganzen Zyklus jeder Studie durchgeführt. So werden zum Beispiel Einreichungen bei Swissmedic sowie den Ethikkommissionen getätigt, Übersetzungen veranlasst, Monitoringpläne ausgearbeitet, Monitoringvisiten organisiert und ausgewertet.
Ende 2019 waren in der Schweiz insgesamt 29 Studien zur Aufnahme von PatientInnen offen. Es konnten 235 Studienteilnahmen verzeichnet werden und die PatientInnen nach den jeweiligen Protokollen behandelt werden.

Laborforschung
Die meisten therapeutischen Studien, an denen SPOG-Mitgliedskliniken beteiligt sind, beinhalten zusätzlich zum klinischen Teil eine oder mehrere biologische Fragestellungen. Die Mitgliedskliniken der SPOG alimentieren ausserdem eine zentrale Tumorbank in Zürich zur Sammlung und Untersuchung von Tumorgewebe und Blutproben. Mit den gesammelten Proben ist es möglich, entsprechende Laborforschungsprojekte anzugehen.

Epidemiologische Forschung
Ein wichtiger Partner und Mitglied der SPOG ist das Schweizerische Kinderkrebsregister SKKR (www.kinderkrebsregister.ch), welches am Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern angesiedelt ist. In der Schweiz ist das SKKR das einzige Krebsregister, welches die Häufigkeit und andere Parameter zu Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen erfasst. Forschungsschwerpunkte des SKKR sind: Ursachen der Krebserkrankungen bei Kindern sowie Spätfolgen und Langzeit-Nachsorge nach Krebs im Kindesalter.
Basierend auf einer Bietergemeinschaft zwischen der Universität Bern und der SPOG hat das SKKR ein Mandat des Bundes erhalten zur Führung des Kinderkrebsregisters im Rahmen des neuen Bundesgesetzes zur Registrierung von Krebs. Im Lauf des Jahres 2019 wurden die aufwändigen Vorbereitungsarbeiten erfolgreich abgeschlossen, sodass am 1. Januar 2020 wie geplant der Betrieb des neuen Kinderkrebsregisters gemäss Krebsregistrierungsgesetz aufgenommen werden konnte.