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Lebensmittelzusatzstoffe und Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivität beim Kind

Die Konservierung von Nahrungsmitteln  ist, seit jeher, für alle menschlichen Gesellschaften  (und  sogar  für  Tiere!)  ein  Anliegen von grösster Bedeutung. Hochkonzentriertes Salz oder Zucker, Rauch,  Erwärmung, Tiefgefrierung veranschaulichen einige der im Verlaufe der Menschheitsgeschichte verwendeten Techniken.  Im 19. Jahrhundert führten die Industrialisierung der Nahrungsmittelproduktion, sowie Fortschritte in der Chemie und  neue Kenntnisse der Mikrobiologie zum  zunehmenden  Einsatz  von  chemisch  identifizierten Lebensmittelzusätzen, um  in  erster  Linie  den  mikrobiologischen  Verfall  der  Nahrungsmittel  zu  verhindern, aber auch um zahlreiche andere  Aspekte, besonders die Farbe, zu verfeinern. Mit dem Einsatz dieser Zusatzstoffe, insbesondere Farbstoffe und Konservierungsmittel, haben sich gleich auch  warnende Stimmen erhoben, was deren  weite Verbreitung im Verlaufe des letzten Jahrhunderts jedoch nicht verhinderte. Neuere Studien stellen nun die Unbedenklichkeit  gewisser  Zusatzstoffe  in  Frage, vor allem im Zusammenhang mit  dem Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsyndrom (ADHS). Diese neuen Daten  sollen in dieser Übersicht zusammengefasst werden.

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Autoren/Autorinnen
Manuel Diezi, Département médico-chirurgical de pédiatrie Hôpital Universitaire

Thierry Buclin

Jacques Diezi