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Wie wirkt Lärm auf Kinder?

Umwelt |

Lärm und seine Auswirkungen sind schon lange ein Thema. So wird berichtet, dass zu Zeiten des alten Roms der Wagenverkehr im Zentrum der Stadt eingeschränkt wurde, mit der Absicht die Lärmbelästigung zu reduzieren. Mit dem Beginn der Industrialisierung in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts trugen Motoren und Maschinen zunehmend zur Lärmbelastung in den Städten bei. Das weckte schon damals Widerstand. Julia Barnett Rice, die Ehefrau eines wohlhabenden Geschäftsmanns in New York City, protestierte 1906 gegen den Lärm der lauten Signalhörner der Schlepper in der Hudson Bay und schrieb einen Artikel mit dem Titel: «In an Effort to Suppress Noise»1). Sie interviewte verschiedene Betroffene zu dem Thema und argumentierte schon zu der Zeit mit der Fachmeinung eines Dr. John H. Girdner eines Krankenhauses in Nähe zum Wasser, dass Kinder besonders lärmempfindlich sind:

«City noises exert a deleterious effect on the human system; this is especially marked in the case for invalids and children. Noise is a most potent factor in producing functional diseases of the brain and nervous system, not alone by its direct action, but by destroying sound, refreshing sleep.»

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Autoren/Autorinnen
Louise Tangermann

Martin Röösli