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«Myopie-Boom» in den industrialisierten Ländern!

Sehstörungen (abnorme Fokussierung des Lichtes auf der Netzhaut) umfassen Myopie (zu langes Auge) (Abb. 1), Hypermetropie (zu kurzes Auge), Astigmatismus (Brechungsfehler, abnorme Konvergenz der abbildenden Lichtstrahlen auf der Netzhaut) und Presbyopie (Alterssichtigkeit), die 100 % der 45–50- Jährigen betrifft (Alterung der Linse, die zu verminderter Konvergenzfähigkeit und damit zu Schwierigkeiten beim Lesen aus der Nähe führt). In China waren vor 60 Jahren 10–20 % der Bevölkerung kurzsichtig, heute sind es bis zu 90 % der Jugendlichen und jungen Erwachsenen1). In Seoul sind bis zu 96.5 % der 19-Jährigen Männer kurzsichtig1). In Europa wird bei 20–30-Jährigen eine Prävalenz von 42.3 % gegenüber 29 % bei 50–60-Jährigen festgestellt2). 25 % der amerikanischen Bürger sollen kurzsichtig sein und weltweit
sollen 2.5 Milliarden Menschen an dieser Sehstörung leiden.

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Autoren/Autorinnen
Dr. François Majo, Privat-Docent Spécialiste FMH en Ophtalmologie et Ophtalmochirurgie