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Persönlicher Kommentar zu den neuen Richtlinien der ESPGHAN zur Zöliakiediagnostik

Die neuen Richtlinien der ESPGHAN empfehlen die Bestimmung der IgA-Antikörper gegen hu tissue Transglutaminase (IgA anti tTG) und verzichten auf eine Biopsie bei Patienten mit einem hohen Antikörpertiter (=> 10-fache Norm). Dieser Vorschlag wird zu einer hohen Spezifität führen, so dass wenige Patienten falsch-positiv als Zöliakie diagnostiziert werden. Da aber viele Zöliakie-Patienten zwar IgA anti tTG-Antikörper produzieren, aber nicht in so hohem Titer, kann die Anzahl der Biopsien nicht wesentlich gesenkt werden. Auch ist die Anzahl der falsch negativen Patienten bei Bestimmung nur eines Antikörpers höher, als wenn mehrere Teste zur Diagnose benützt werden. Der beste diagnostische Test für den Kliniker, der die Anzahl der intestinalen Biopsien reduzieren möchte, ist derjenige mit der niedrigsten Summe von falsch-positiven und falsch-negativen Diagnosen.

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Autoren/Autorinnen
A. Bürgin-Wolff

F. Hadziselimovic