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RSV-Prophylaxe im Sommer 2021

Covid-19

RSV-Prophylaxe mit Palivizumab (Synagis®)

Die 2021 beobachtete Sommeraktivität der RSV Infektion erfordert bei weiterer Zunahmen möglicherweise die Gabe zusätzlicher Dosen von Palivizumab bei Säuglingen und Kleinkindern, die bestimmte Risikofaktoren (RSV Prävention) aufweisen und im Winter 2020/2021 bereits geimpft wurden.

pädiatrie schweiz hat das BAG darauf hingewiesen, dass deshalb die Regelung der Kostengutsprache anzupassen ist. Diese beinhaltete bisher lediglich die Verabreichung von 5-6 monatlichen Dosen im Winterhalbjahr.

Das BAG hat nun den Text der Limitierung in der Spezialitätenliste (SL) per 15.06.2021 mit folgendem Passus ergänzt:

«Durch die COVID-19 Pandemie kann die RSV-Saison verzögert eintreten – dieser Umstand soll eine Kostengutsprache durch den Krankenversicherer nicht behindern. Bei Bedarf kann eine erneute Kostengutsprache gewährt werden.»

Die Anpassung hat folgende Konsequenzen:

  • Kinder, für die bereits im Herbst 2020 eine Kostengutsprache ausgestellt wurde und die das Maximalalter noch nicht erreicht haben (1 Jahr bei BPD; 2 Jahre bei zyanotischem, hämodynamisch signifikanten Herzvitium) dürfen zusätzliche Gaben erhalten. Dazu ist eine erneute Kostengutsprache einzuholen.
  • Kinder, für die noch keine Kostengutsprache eingeholt wurde, dürfen Palivizumab bereits vor Beginn der üblichen Prophylaxezeit (November-April) erhalten. Wir empfehlen, die Kostengutsprache so früh wie möglich einzuholen.

Für den Antrag zur Kostengutsprache steht ein vorbereitetes Formular zur Verfügung. Der richtige Zeitpunkt für den gegebenenfalls vorzeitigen Beginn der RSV Prophylaxe kann gegenwärtig nicht vorhergesagt werden. Neben der Konsultation der RSV Aktivität bei RSV EpiCH empfehlen wir die Absprache mit der regionalen Kinderklinik.