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Delegiertenpool pädiatrie schweiz

Frühjahrssitzung in Freiburg

Im Delegiertenpool treffen sich die Vertreter:innen der regionalen Praxispädiatriegruppen und der Subspezialitäten mit dem Vorstand von pädiatrie schweiz. Der Delegiertenpool ist ein wichtiger Impulsgeber für den Vorstand und fördert die direkte Kommunikation zwischen den einzelnen Gruppierungen.

Am 19. März 2026 trafen sich die Delegierten in Freiburg, um über aktuelle standespolitische Entwicklungen sowie zukunftsweisende Technologien zu diskutieren. Auf der Traktandenliste standen die aktuelle Situation zur Tarifrevision sowie ein Referat über Künstliche Intelligenz für Ärzt:innen und medizinisches Fachpersonal.

Ambulante Tarife

Philippe Eggimann, Vizepräsident der FMH, erläuterte den aktuellen Stand der Tarifstruktur. Mit dem TARDOC steht nun ein evolutives System bereit, das jährliche Anpassungen ermöglicht. Die Prozesse sind jedoch komplex; Änderungsanträge müssen den Instanzenweg befolgen.

Das Ziel ist eine Steigerung der Einkommen für Grundversorger:innen um ca. 20%, um eine Angleichung zwischen Grundversorger:innen und Spezialist:innen zu erreichen. Die Aufwertung der Grundversorgung im neuen Tarifgefüge lässt sich unter den aktuellen Rahmenbedingungen nur durch Anpassungen bei den Spezialistentarifen realisieren. Das Ziel ist eine faire und vergleichbare Einkommensstruktur zwischen allen Fachdisziplinen. Die Hälfte der Ärzteschaft besteht aus Grundversorger:innen und die andere Hälfte aus Spezialist:innen. Kinderärzt:innen mit spezialärztlicher Tätigkeit werden für alle erbrachten Leistungen der zweiten Gruppe zugeteilt, auch wenn ein grosser Teil davon in die Grundversorgung gehört.. Die ambulanten Pauschalen müssen unbedingt von den Fachgesellschaften erarbeitet werden, was bisher so nicht vorgesehen war. Die FMH empfiehlt ihren Mitgliedern, ihre Rechnungsdaten zu übermitteln und die ROKO- und MAS-Statistiken auszufüllen. Laure Ziegler, Tarifdelegierte von pädiatrie schweiz weist darauf hin, dass Änderungsanträge für die Version 2027 bereits bis Ende März 2026 eingereicht werden mussten – also zu einem Zeitpunkt, an dem man noch kaum Erfahrung mit TARDOC hatte.

Vorschläge für das Jahr 2028 sind an pädiatrie schweiz [email protected] oder an Laure Ziegler [email protected] zu richten.

Künstliche Intelligenz für Ärzt:innen und medizinisches Fachpersonal

Im Fokus der Präsentation von Frau Aygul Zagidullina von der Hochschule Luzern stand die zentrale Frage der Verantwortung beim Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI). Aufgrund der nach wie vor signifikanten Fehlerrate bei KI-generierten Ergebnissen wurde die Notwendigkeit betont, Technik und Fachpraxis noch enger miteinander zu verknüpfen. Um die Qualität und Zuverlässigkeit zu verbessern, ist es unerlässlich, dass Ärzt:innen in die Entwicklung dieser Programme einbezogen werden, um die Prompts zu bewerten und die Ergebnisse zu kontrollieren.

Möchten Sie Prompts kontrollieren oder bewerten? Dann melden Sie sich bei [email protected].

Gedrucktes Gesundheitsheft 2026, Neuerungen

Susanne Stronski informiert im Auftrag der Arbeitsgruppe Gesundheitsheft über die wichtigsten Änderungen in der Version 2026: Um die Aufgabe des fachübergreifenden Informationsaustauschs zu erfüllen, ist es wichtig, dass alle Ärzt:innen das Gesundheitsheft ausfüllen. Was heute gut funktioniert, sind die Vorsorgeuntersuchungen. Verbesserungspotenzial gibt es bei den Einträgen zu den Hüftultraschalluntersuchungen, den fachärztlichen Konsultationen, der Gesundheit in der Schule sowie bei der Gesundheit von Neuankömmlingen in der Schweiz. Für eine erfolgreiche Anwendung im Arbeitsalltag ist die klare Zuweisung von Aufgaben entscheidend. Dies betrifft insbesondere die Schnittstellen zu den Entbindungsstationen bei der Erfassung pränataler Daten und des Hüftultraschalls (Seiten 6–7). Darüber hinaus sind alle Beteiligten aufgefordert, den internen Informationsfluss zu fördern und Kolleg:innen aktiv über die spezifischen Rubriken für Schulärzt:innen, Facharzttermine und Neuankömmlinge (Seiten 22–30) zu informieren.

Gesundheitsheft

Die Geschäftsstelle ist an Ihrem Feedback zu diesen Neuerungen interessiert. Schreiben Sie uns an [email protected].

Meldungen aus dem Vorstand

Die Strategie 2026-2030 des Vorstands nimmt Gestalt an. Besonders wertvoll hierfür sind die Erkenntnisse aus der Mitgliederbefragung, die sicherstellen, dass die Strategie die tatsächlichen Bedürfnisse der Fachwelt widerspiegelt.

Der Jubiläumskongress 2026 in Lausanne markiert einen Meilenstein: pädiatrie schweiz nutzt diesen Anlass, um die Kommunikation digitaler zu gestalten. Durch Podcasts und eine verstärkte Social-Media-Strategie soll die Pädiatrie nahbarer und sichtbarer gemacht werden.

Ein wesentlicher Erfolg ist die Erarbeitung der neuen Wachstumskurven. Dank der breiten Akzeptanz unter Spezialist:innen und der finalen Validierung im Juni durch den Vorstand wird zeitnah ein neues Standardwerk für die tägliche Praxis geschaffen. Die Optimierung der Tarife bleibt auch für den Vorstand ein Dauerthema.

Korrespondenzadresse:
Andrea Roux, Sekretariat pädiatrie schweiz
[email protected]