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Empfehlungen zur Betreuung von Kindern mit Hymenopterengiftallergien

Gruppe der pädiatrischen Immunologen und Allergologen (PIA-CH)

Allergien auf Hymenopterengifte (Biene, Wespe, Hornisse) betreffen etwa 1–5% der Allgemeinbevölkerung und 0.4– .8% der Kinder zwischen 4 und 16 Jahren. Sie können sich als alleinige Lokalreaktion manifestieren, die keiner weiteren allergologischen Abklärung bedürfen. Hymenopterengiftallergien können aber auch generalisierte Reaktionen auslösen, die anschliessend eine sorgfältige Diagnostik nötig machen. Deren Ziel ist es, den Schweregrad der jeweiligen allergischen Reaktion und das dafür verantwortliche Insekt (Biene, Wespe, Hornisse) zu bestimmen. Die entsprechenden Massnahmen müssen aber den spezifischen Bedürfnissen der Kinder angepasst sein. Die folgenden Empfehlungen wurden durch die Gruppe der pädiatrischen Immunologen und Allergologen (PIA-CH) ausgearbeitet. Als Grundlage dafür dienten die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse, die schweizerischen Erfahrungen sowie die europäischen und amerikanischen Richtlinien. Unsere Empfehlungen richten sich in erster Linie an Kinderärzte und an Medizinalpersonen, die sich um Kinder kümmern. Ihr Ziel ist es, die Betreuung von Kindern mit Hymenopterengiftallergien zu optimieren und schweren anaphylaktischen Reaktionen und deren Folgeerkrankungen nach einem erneuten Hymenopterenstich vorzubeugen.

Weitere Informationen

Übersetzer:
Markus Künzli
Autoren/Autorinnen
Jacqueline WassenbergUnité d’allergologie et immunologie Service de pédiatrie, CHUV, Lausanne