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Wachstumsmodulation als therapeutische Lösung bei Achsenabweichungen im Kniebereich im Kindesalter

Der Achsenstellung der unteren Extremitäten unterliegt in der Frontalebene im Verlaufe des Wachstums bedeutsamen physiologischen Veränderungen. Diese sind insbesondere auf Kniehöhe häufig und erscheinen entweder als genu varum des Neugeborenen oder genu valgum des Kleinkindes. Im Allgemeinen erfolgt eine spontane Korrektur, diese Achsenabweichungen beunruhigen jedoch Eltern ähnlich wie Plattfüsse und sind eine häufige Ursache von Arztbesuchen. Die meisten dieser Achsenabweichungen benötigen keine Behandlung, höchstens eine klinische Überwachung. Die Rolle des Kinderarztes besteht deshalb darin, die Eltern zu beruhigen und über den natürlichen Verlauf aufzuklären, sowie unnötige Abklärungen und therapeutische Massnahmen zu verhindern. Er wird aber auch die seltenen Fälle erkennen müssen, die aus dem physiologischen Rahmen fallen und eine spezialärztliche Betreuung erfordern. (Tab. 1 und 2). Seltene Pathologien oder Achsenabweichungen, von denen man mit grosser Wahrscheinlichkeit keine spontane Besserung erwarten kann, verschlimmern sich mit zunehmendem Wachstum und führen in der
Adoleszenz zu funktionellen Störungen und im Erwachsenenalter zur Arthrose.

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Autoren/Autorinnen
D. Ceroni

Dr. Raimonda Valaikaite, Service d’Orthopédie Pédiatrique Département de l’Enfant et de l’Adolescent Hôpitaux Universitaires de Genève