Wachstumskurven
pädiatrie schweiz empfiehlt neue offizielle Wachstumskurven für Kinder und Jugendliche in der Schweiz
Wachstumskurven gehören zu den wichtigsten Instrumenten der Kinder- und Jugendmedizin. Sie helfen Kinderärzt:innen, das Wachstum und die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu beurteilen, Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen und chronische Erkrankungen sichtbar zu machen. Ab dem 15. Juni 2026 empfiehlt pädiatrie schweiz neue nationale Wachstumskurven für die Schweiz.


Erste breit abgestützte nationale Wachstumskurven für die Schweiz
Die seit 2011 in der Schweiz verwendeten Wachstumskurven stützten sich teilweise auf internationale Referenzdaten, insbesondere auf die WHO-Kurven und US-amerikanische Daten. Sie entsprechen heute nicht mehr dem aktuellen Stand. Nun stehen erstmals breit abgestützte nationale Referenzdaten aus der Schweiz zur Verfügung. Die neuen Wachstumskurven wurden am Pädiatrisch-endokrinologischen Zentrum Zürich (PEZZ) unter der Leitung von Prof. Dr. Urs Eiholzer entwickelt.
Für die Definition klinisch relevanter Grenzwerte – beispielsweise für Übergewicht oder Kleinwuchs – gelten die Empfehlungen der zuständigen medizinischen Fachgesellschaften. Neu werden die unteren Grenzen für Übergewicht und Adipositas ab dem 2. Geburtstag durch Äquivalenzkurven definiert, die am 18. Geburtstag den BMI 25 kg/m² bzw. BMI 30 kg/m² erreichen.
Die Wachstumskurven sind auch grafisch überarbeitet worden und können heruntergeladen werden.