Neuer Höchststand der gemeldeten Fälle
Die Erhebung zu Kinderschutzfällen an Schweizer Kinderkliniken erfolgt seit Jahren nach einheitlichen Einschlusskriterien (Alter 0–17 Jahre, direkte ambulante oder stationäre Betreuung, vermutete oder bestätigte Misshandlung sowie standardisierte Definitionen der einzelnen Misshandlungsformen). Dadurch lassen sich Entwicklungen über die Zeit zuverlässig vergleichen. Für die Auswertung 2025 standen die Rückmeldungen aller 19 Schweizer Kinderkliniken zur Verfügung.
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 2380 Kinder und Jugendliche aufgrund einer vermuteten oder bestätigten Misshandlung betreut oder behandelt. Dies entspricht einer Zunahme um 296 Fälle (+14.2 %) gegenüber 2024 und stellt den höchsten Wert seit Beginn der nationalen Datenerhebung dar.
Nachdem die Fallzahlen 2024 auf dem bereits hohen Niveau des Vorjahres stagniert hatten, zeigt sich 2025 erneut ein deutlicher Anstieg. Dadurch wird deutlich, dass der Unterstützungsbedarf für betroffene Kinder und ihre Familien weiterhin hoch bleibt.
Dr. med. Dörthe Harms Huser