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COVID-19 Fragen und Antworten Teil 4

Covid-19 |

Wen testen?

Die Familie einer Leukämiepatientin aus unserer Praxis ist an Atemwegssymptomen erkrankt. Müssen die Familienmitglieder auf COVID-19 getestet werden?

Nein, das ist das nicht hilfreich. Die ganze Familie begibt sich für 10 Tage plus 48 h nach Abklingen der Symptome in Selbst-Isolation bzw. in Selbst-Quarantäne (falls asymptomatisch). Auch die Selbstquarantäne dauert neu 10 Tage. Eine Trennung der (noch) asymptomatischen Risikopatientin von ihrer Familie ist generell nicht empfohlen.

Sobald hingegen diese Risikopatientin selbst symptomatisch wird (nicht vorher!), soll sie auf COVID-19 getestet werden und – falls positiv – gemeinsam mit den zuständigen Spezialisten über das weitere Vorgehen entschieden werden. Letztere verfügen auch über die neuesten Erkenntnisse in ihren Fachgebieten.

Welche Kinder sind überhaupt Risikopatienten, die auf COVID-19 getestet werden sollen?

Es gibt keine allgemeingültige Definition von pädiatrischen Risikogruppen. Kinder sind deutlich weniger gefährdet als Erwachsene, unabhängig von ihrem Gesundheitszustand. Die Kinderklinik Genf hat in Anlehnung an die Definition für Erwachsene des BAG ein internes Dokument verfasst, das die Testindikation bei häufigen chronischen Krankheiten bei Kindern spezifiziert. Es kann als Richtschnur verwendet werden. Mit Genehmigung leiten wir es gerne an unsere Mitglieder weiter, es ist nur in französischer Sprache verfügbar. Download

Stellungnahmen der pädiatrischen Spezialistengesellschaften leiten wir an Sie weiter, sobald solche verfügbar werden.

WICHTIG: Die Therapie der Grundkrankheit soll bei jedem chronisch kranken Kinder konsequent weitergeführt werden, um einen optimalen Gesundheitszustand sicher zu stellen.