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Adoleszentenmedizin

Jahresbericht 2025

1. Ein entscheidendes Jahr: 2025, der strategische Wendepunkt

Das Jahr 2025 markierte einen echten Kurswechsel für unsere Gruppe. Nach einer gründlichen Analyse der aktuellen Gesundheitsbedürfnisse von Jugendlichen in der Schweiz und der wachsenden Herausforderungen im Zusammenhang mit der Führung eines nationalen Vereins – insbesondere Arbeitsüberlastung, ehrenamtliches Engagement und hoher Verwaltungsaufwand – wurde eines klar: Um die Gesundheit junger Menschen weiterhin wirksam zu fördern, mussten wir uns weiterentwickeln.

Diese gemeinsamen Überlegungen führten uns zu einer wichtigen Entscheidung: die Umwandlung unseres Vereins in eine interdisziplinäre Fachgruppe, die in pädiatrie schweiz integriert ist. Dieser neue Rahmen, vorläufig als «Interdisciplinary Special Interest Group on Adolescent and Young Adult Health» bezeichnet, bietet eine solidere, sichtbarere und besser unterstützte Plattform, um den Jugendlichen auf nationaler Ebene eine Stimme zu geben. Der endgültige Name wird im Laufe des Jahres 2026 in einem iterativen Prozess aus Vorschlägen und Abstimmungen festgelegt, um den offiziellen Namen der SIG zu finden.

Wir sprechen pädiatrie schweiz unseren tiefen Dank für die administrative Unterstützung aus, die unseren organisatorischen Aufwand erheblich verringert und es uns ermöglicht, unsere Anstrengungen auf das Wesentliche zu konzentrieren: die Verbesserung der Gesundheit junger Menschen.

2. Wichtige Etappen des Übergangs

Ausserordentliche Generalversammlung am 18. September 2025

Bei dieser entscheidenden Sitzung stimmten die Mitglieder für die Auflösung der ASSA/SGGA und ebneten damit den Weg für die Schaffung einer flexibleren Struktur, die besser auf die aktuellen Gegebenheiten vor Ort abgestimmt ist.

Offizieller Start der Interessengruppe für die Gesundheit von Jugendlichen am 17. Februar 2026 in Freiburg

An diesem Gründungstag kamen 20 Fachleute aus Zürich, Basel, Lausanne und Genf zusammen: Ärzt:innen, Pflegefachpersonen, Forscher:innen und Expert:innen für öffentliche Gesundheit. Dank einer vorab durchgeführten Bestandsaufnahme der Interessengruppen konnten wir einen ersten motivierten interdisziplinären Kern zusammenstellen, der noch erweitert werden muss, um die verschiedenen Sprachregionen der Schweiz repräsentativ abzudecken.

Gemeinsam haben wir das Gründungsdokument durchgesehen und die gemeinsamen Ziele des neuen SIG bestätigt.

3. Institutioneller Rahmen der Interessengruppe für die Gesundheit von Jugendlichen

  • Name (vorläufig): Interdisziplinäre Arbeitsgruppe für die Gesundheit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen
  • Status: von pädiatrie schweiz anerkannte nationale Fachgruppe
  • Zugehörigkeit: angegliedert an pädiatrie schweiz
  • Vertretung: ein Sitz im Delegiertenpool, der von einem Mitglied des Koordinierungsausschusses wahrgenommen wird

Dieser Rahmen gewährleistet eine starke institutionelle Legitimität und eine direkte Einbindung in die nationalen Entwicklungen der Kinderheilkunde.

4. Rollen und Aufgaben: eine handlungsorientierte Interessengruppe

Wissenschaftliche Aktivitäten und Ausbildung

Förderung von Wissen und bewährten Verfahren im Bereich der Gesundheit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, insbesondere durch:

•    Organisation von Symposien je nach Bedarf und Gelegenheit
•    Verbreitung interdisziplinären Fachwissens

Arbeitsgruppen und gezielte Initiativen

Flexible Mechanismen, die Folgendes ermöglichen:

•    die Bildung von Ad-hoc-Gruppen für bestimmte Projekte
•    die Ausarbeitung von Stellungnahmen
•    die Organisation wissenschaftlicher Veranstaltungen

Jede Gruppe wird entsprechend den angestrebten Zielen gebildet und ist zeitlich begrenzt.

Bekanntmachung eines nationalen Expertennetzwerks

Einrichtung einer interaktiven Karte auf der Website, die Folgendes auflistet:

•    Berufsfelder
•    Institutionen
•    Regionen
•    Fachgebiete

Die Registrierung erfolgt auf freiwilliger Basis, und die Validierung wird vom Koordinierungsausschuss vorgenommen. Dieses Instrument soll die Zusammenarbeit und die Sichtbarkeit von Expert:innen im Bereich der Jugendgesundheit stärken.

Grundlage für öffentliche und politische Stellungnahmen

Die Interessengruppe für die Gesundheit von Jugendlichen wird zu einem anerkannten Gremium für:

•    kohärente und wissenschaftlich fundierte Standpunkte zu erarbeiten
•    das gesamte Netzwerk zu mobilisieren, um an den Texten mitzuwirken
•    die verabschiedeten Standpunkte an die Mitglieder weiterzugeben

5. Ausblick: Stärkung der Gemeinschaft und der Sichtbarkeit

Bis zum Sommer 2026 wird eine eigene Website online gehen. Diese wird Folgendes ermöglichen:

•    unsere Aktivitäten zu verfolgen
•    Ideen oder Kooperationsvorschläge einzureichen
•    sich in die Mailingliste einzutragen
•    den SIG-Newsletter zu erhalten
•    in die nationale Karte der Fachleute einzutragen, die sich für die Gesundheit von Jugendlichen engagieren

Dieses neue Instrument wird dazu beitragen, unsere Kommunikation zu strukturieren und ein nationales Netzwerk zu bilden, das sich für die Gesundheit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen einsetzt. Teilnehmende vor Ort während des Aperitifs (5 Teilnehmende waren online).

Arbeit in kleinen Gruppen, um sich vorzustellen und die Erwartungen jedes Einzelnen an die Interessengruppe zu besprechen

Korrespondenzadresse
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